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Philips CD-660, NOS on a budget

 
 
 
 
Philips CD-660
Ein Philips CD-660 ist wieder einer dieser Underdogs, den keiner auf der Liste begehrenswerter Modelle hat. Dabei kann er schon optisch ganz gut mit den moderneren Playern mithalten, ganz im Gegensatz zu manch anderem Modell seiner Zeit. Unter der Haube aber verbirgt er seine wahre Qualität: Stellt man beispielsweise einen Grundig Fine-Arts CD-9000 daneben, der definitiv zu den gesuchteren Modellen gehört, dann sticht die Ähnlichkeit von Laufwerk und Elektronik regelrecht ins Auge...
Den 660 gab es in mehreren Revisionen, die sich unseres Wissens hauptsächlich im Laufwerk unterscheiden. Die ersten Modelle hatten noch ein CDM2-Laufwerk verbaut, während spätere Modelle, wie auch das hier vorgestellte Exemplar, ein CDM4/11 ihr Eigen nennen. Ein Philips CDM4 hat natürlich noch einen Schwenkarm, aber leider nicht mehr die Anfassqualität eines CDM0 oder CDM1. Dafür punktet es als unkaputtbarer Dauerläufer, der jeden Kopierschutz ignorierend alles abspielt, was eine Audio-Disc sein möchte. Die CDM2 haben mit manchen Arten von Kopierschutz durchaus ihre Probleme - nicht so das CDM4.
Der Chipsatz rund um den TDA1541 entspricht wieder dem Standard-Set, den wir im TecBlog ausführlich besprochen haben. Da der CD-660 zur ersten Generation der 1541- Player gehört, hat er nicht eine große Hauptplatine, sondern verteilt die Aufgaben Servo, Dekodierung und Bedienteilprozessor auf mehrere, kleinere Platinen.
Alles in allem ist ein CD-660 ein typischer 1541-Player, also von Hause aus sehr langlebig, zuverlässig und wohlklingend, was ihn zu einer guten Tuning-Basis macht. Allerdings ist das Modell nicht fernbedienbar, was Interessenten bitte ins Kalkül ziehen mögen.
 
 
 
Kompletter Service plus NOS-Budget-Tuning
Ein CD-Player mit mehr als zwanzig Jahren auf der Lebensuhr ist gewiss nicht mehr im besten Zustand. Damit weitere zehn oder zwanzig Jahre problemlosen Betriebs möglich werden, gehen jedem Tuning umfangreiche Service-Arbeiten voraus. Das beginnt mit der gründlichen Reinigung des Geräts innen wie außen und natürlich auch der mechanischen Laufwerksteile. Der deutlich aufwändigste Teil ist die Revision der Technik, bei der Verschleißteile wie Elkos oder Potis ersetzt werden, alle Lötstellen kontrolliert und ausgebessert werden und die Laufwerkselektronik neu abgeglichen wird. Zuguterletzt wurden bei diesem Gerät einige Gehäuseteile neu lackiert. An diesem Punkt angelangt, laufen revidierte CD-Player bei uns für einige Zeit Probe, bevor es an das eigentliche Tuning geht.
 
 
 
 
Dieses Gerät hat nicht das große Challenger-Paket bekommen, zum einen, weil die Challenger-Platine beim besten Willen nicht ins Gehäuse passt, zum anderen wollen wir mit diesem Player ganz bewusst ein kostengünstigeres NOS-Tuning anbieten.
NOS (non-Oversampling) bedeutet bei unseren 1541-Playern grundsätzlich immer den Austausch des originalen Digitalfilters gegen unser 7220noOS-Modul, das das Oversampling aus der Schaltung nimmt, aber alle Komfortfunktionen erhält und obendrauf noch einen Reclocker implementiert.
 
 
Die originale Analogstufe blieb zwar im Kern erhalten, aber im ersten Schritt wurden die heute nicht mehr zeitgemäßen Operationsverstärker gegen die von uns geschätzten und sehr bezahlbaren OPA2604 getauscht. Vom technischen Standpunkt aus passen fast alle denkbaren Doppel-OPA in die Schaltung, so dass jeder seine Lieblingstype einsetzen kann. Auch nachträglich, denn wir verbauen die OPA grundsätzlich nur mit Sockeln, um ein späteres Upgrade lötfrei zu ermöglichen.
Im zweiten Schritt wurde das Analogfilter ausgeschaltet, so dass auch dieser Player das Prädikat „filterless“ tragen darf, was nichts anderes bedeutet, als dass die Ausgangsstufe innerhalb der Audio-Frequenzen nicht mehr an der Phase des Signals dreht.
 
 
Dieses kleine Tuning-Paket passt natürlich vollständig in das Gehäuse des Philips, so dass er äußerlich lediglich den Anschein eines sehr gut erhaltenen Exemplars erweckt.
 
Das Kleingedruckte
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