Ingenieurbüro Sigl
Ringseisstr. 4a
D-92431 Neunburg v.W.
Fon.: +49 (0)9672 - 926102
Fax.: +49 (0)9672 - 926103
Startseite :: Fertiggeräte :: Galerie :: CD104 TecBlog-Home
Komponenten
Röhrenverstärker
Netzteile
Bedienteile
Zubehör
CD-Technik
Geräte-Galerie
CD-Player
Grundig CD903
Philips CD104
Philips CD473
Philips CD660
Marantz CD65 MKII
TecBlogs zum Produkt
TDA1540 - NOS für einen Philips CD104 (2/2)
TDA1540 - NOS für einen Philips CD104 (1/2)
Service
Kontakt
Downloads
Datenschutz
Impressum
 

Philips CD 104, NOS on a budget

 
 
 
 
Philips CD-104
Der CD-104 gehört mit dem CDM1-Laufwerk und dem TDA1540-Wandlern zur ersten Generation von CD-Playern. Der Urahn aller Player dieser Generation ist natürlich der Philips CD-100, mit dem der 104 aber eine ganze Menge gemeinsam hat.
Das CDM1-Laufwerk ist schlichtweg ein Traum! Allein die CD-Lade ist Vollmetall und benötigt eine entsprechend stabile Ausführung von Befestigung, Führung und Antrieb. Diese Einheit alleine wiegt mehr als ein aktueller Consumer-Player. Zum Vergleich rechts die Lademechanik, noch ohne eigentliches Laufwerk, und links das Nachfolgemodell CDM2 komplett mit Laufwerksblock.
 
 
Der eigentliche Laufwerksblock des CD-104 ist wie die Elektronik und das Blechkleid am massiven (Zinkdruckguss-) Rahmen des Philips befestigt - eine ganz andere Bauweise also wie bei den "selbsttragenden Karosserien" moderner Player, die dem CD-104 sein stattliches Gewicht von etwa sieben Kilogramm verleiht. CDM0 und CDM1 unterscheiden sich lediglich im Material des Laufwerksblocks. Während das CDM0 noch einen Block aus Stahl verbaut hatte, musste sich das CDM1 mit Aludruckguss "begnügen".
 
 
Der Chipsatz rund um die TDA1540-Mono-Wandler, den wir im TecBlog besprochen haben, ist bei beiden Probanden CD-100 und CD-104 praktisch der gleiche. Der 104 punktet aber mit dem besseren Servoprozessor, der Titelsprünge nun so ermöglicht, wie man das gewohnt ist.
Ein CD-Player mit einer derart aufwändigen Mechanik ist heute unter finanziellen Gesichtspunkten praktisch nicht mehr vorstellbar. Damals nannte Philips den 104 ein Consumer-Gerät und rief als Straßenpreis etwa 1200 bis 1400 DM auf. Zur Zeit der Markteinführung etwa 1983/1984 was das aber immer noch eine Stange Geld, und der Player bestimmt nicht für jeden (Consumer) erschwinglich.
 
Kompletter Service plus NOS-Budget-Tuning
Ein CD-Player mit mehr als zwanzig Jahren auf der Lebensuhr ist gewiss nicht mehr im besten Zustand. Damit weitere zehn oder zwanzig Jahre problemlosen Betriebs möglich werden, gehen jedem Tuning umfangreiche Service-Arbeiten voraus. Das beginnt mit der gründlichen Reinigung des Geräts innen wie außen. Der zeitlich aufwändigste Teil ist die Revision der Elektronik, bei der Verschleißteile wie Elkos oder Potis ersetzt werden, alle Lötstellen kontrolliert und ausgebessert werden und die Laufwerkselektronik neu abgeglichen wird. Aber auch das CDM1-Laufwerk, beziehungsweise die Schubladenmechanik, fordert aufgrund der Bauart deutlich mehr zeitliche Zuwendung als seine Nachfolger. Zerlegen, Reinigen, Schmieren und wieder Zusammenbauen lautet die Devise, damit die Mechanik wieder schnurrt und nicht bockt. Zuguterletzt wurden bei diesem Gerät einige Gehäuseteile neu lackiert. An diesem Punkt angelangt, laufen revidierte CD-Player bei uns für einige Zeit Probe, bevor es an das eigentliche Tuning geht.
 
 
Das Tuning dieses Exemplars entspricht exakt der im TecBlog beschriebenen Vorgehensweise. Im ersten Schritt wurde der Digitalfilter SAA7030 entfernt, und seine Eingänge auf die Ausgänge gebrückt. Das ist ohne weiteres möglich, da dieser Baustein weder eine Masterclock-Schaltung implementiert, noch für Komfortfunktionen verantwortlich zeichnet. Der dem Digitalfilter vorgeschaltete Baustein SAA7000 wird per Lötbrücke in den 14-Bit Modus geschaltet, denn bekanntlich können die TDA1540-Wandler nur 14-Bit Worte verarbeiten.
Die originale Analogstufe blieb zwar im Kern erhalten, aber zum einen wurden die heute veralteten Operationsverstärker gegen die von uns geschätzten und sehr bezahlbaren OPA2604 getauscht. Vom technischen Standpunkt aus passen fast alle denkbaren Doppel-OPA in die Schaltung, so dass jeder seine Lieblingstype einsetzen kann. Auch nachträglich, denn wir verbauen die OPA grundsätzlich nur mit Sockeln, um ein späteres Upgrade lötfrei zu ermöglichen.
Als letzter Akt wurde das Analogfilter ausgeschaltet, so dass auch dieser Player das Prädikat "filterless" tragen darf, was nichts anderes bedeutet, als dass die Ausgangsstufe innerhalb der Audio-Frequenzen nicht mehr an der Phase des Signals dreht.
 
 
 
Ein Vorher-/Nachher-Vergleich der Decoder-Platine zeigt, dass sich die Umbau-Arbeiten wirklich in Grenzen halten - zeitlich wie räumlich, den von Außen ist vom Tuning nichts zu sehen, zumal wir die originalen Netz- und NF-Kabel (nach gründlicher Reinigung der Kontakte) weiterverwenden.
 
Das Kleingedruckte
„Philips“ ist als eingetragene Marke der Rechteinhabers urheberrechtlich geschützt.
 
Startseite
 
2008-2015 Alle Rechte vorbehalten: Ingenieurbüro Sigl